St. Laurentius, Weinried

Ansprechpartner

Pfarrer
Thomas Brom

Priester zur Mithilfe
Pater Jaimon Thandapilly
Pfarrer i.R. Joachim Dosch

Pfarrgemeinderat
Manuela Haupeltshofer (Vorsitzende)
Marianne Heisig (stellv. Vorsitzende)

Kirchenverwaltung
Christian Schäfer (Kirchenpfleger)

Mesner               
Christian Schäfer
Martina Schäfer

Organistin              
Julia Ruef

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Pfarrgeschichte von Weinried

Hofbauer-Fest in der Pfarreiengemeinschaft Babenhausen

Jeder ortskundiger Babenhausener kennt das "Hofbauer-Haus", ebenfalls ist eine Straße nach ihm benannt. In Babenhausen, Weinried und Kirchhaslach hat sich das Andenken an diesen Heiligen bis zum heutigen Tag bewahrt. Am 15. März 2026, seinem 206. Todestag und auch kirchlichen Gedenktag, wird um 10 Uhr ein Festgottesdienst ihm zu Ehren in der Pfarrkirche St. Andreas gefeiert. Dabei wird feierlich das Reliquiar des Heiligen am Altar ausgestellt.


Ein „Heiliger des Widerspruchs“

Clemens Maria Hofbauer, der dem Orden der Redemptoristen angehörte,  musste in seinem Leben immer wieder Rückschläge erleiden: innerkirchlich, wie auch durch staatliche Repressalien. 

Hofbauers Berufungsweg vom einfachen Bäckergesellen zum Priester war steinig, langwierig und mühsam. Obwohl seine Arbeit als Ordensmann und Seelsorger in der Zeit der Aufklärung und Säkularisation großen Anklang fand und gerade seine lebendige Art Gottesdienste zu feiern, die Menschen seiner Zeit ansprach, wurde er aus Neid und Missgunst von katholischen Würdenträgern drangsaliert. Staatlicherseits wurde ein Predigtverbot über ihn verhängt. Die Geheimpolizei war ständiger Gast bei ihm. Er wurde bespitzelt und angezeigt. Viele seiner Gründungen  wurden zerstört, er selbst wurde vertrieben. Und dennoch, trotz allem, gelang es ihm ein unermüdlicher Seelsorger zu bleiben und für viele Menschen seiner Zeit ein Vorbild im christlichen Glauben zu sein. Hofbauer ließ sich seinen Glauben auch durch die harten Schicksalsschläge des Lebens niemals nehmen. 

Seine Zeit in Babenhausen 

Es war ein gutes Jahr, als Klemens Maria Hofbauer in Babenhausen lebte und wirkte: 1805 bis 1806. Doch gerade diesem Seelsorger hat der damalige Ortspfarrer, Johann Nepomuk Strohmayr verboten von der Kanzel in der Pfarrkirche zu predigen. Hofbauer und seine Ordensmitbrüder kamen dennoch in Babenhausen gut an und genossen einen großen Zuspruch, insbesondere auch in Weinried und Kirchhaslach. In dieser Zeit wohnte Klemens Maria Hofbauer mit seinen Mitbrüdern im fürstlichen „Oberjägerhaus am Gänsberg“, dem heutigen “Hofbauer-Haus“. Das Gebäude steht bis zum heutigen Tag. 
 

Das Fürstliche Haus Fugger plante ursprünglich ein eigenes „Redemptoristenkloster“, das östlich vom Friedhof entstehen sollte. 1806 übernahm jedoch Napoleon die Herrschaft. Das Fürstentum Babenhausen wurde bayrisch und fiel damit unter die säkulare Gesetze Bayerns - unter Federführung von Graf Maximilian von Montgelas (1759-1839). Schlussendlich fiel auch das Wirken Hofbauers in Babenhausen diesem säkularen Kurs des Staates zum Opfer.   

 Am 18. August 1806 hielt der Heilige eine bewegende Abschiedsfeier in Babenhausen. Beim Abschied soll er gesagt haben: „Betet, betet damit die Kongregation nicht gänzlich zerstört wird. Die Zeiten sind böse, wer weiß, was uns bevorsteht?“  Auf persönlichen Geheiß Montgelas´ wurde Hofbauer des Landes Bayern verwiesen und musste so Babenhausen für immer verlassen. 

 

Ein Mann der „Caritas“

Sein Einsatz für die Nächstenliebe war tatkräftig. Er hat einfach zugegriffen und geholfen, wo es zu helfen gab. Er nahm dabei niemals auf sich selbst Rücksicht. Über sein typisches Verhalten ist folgende Geschichte bekannt: Als er einmal für seine Waisenkinder in einem Gasthaus bettelte, spuckte ihn jemand an. Da sagte Hofbauer: Das war für mich; jetzt geben Sie mir etwas für meine Waisenkinder."  Bekannt ist auch sein Wort:  „Man muss die Hand Gottes küssen, auch wenn sie schlägt."  Oder ein anderes Wort: "Das beste Mittel, heilig zu werden, ist, sich wie ein Stein ins Meer des göttlichen Willens zu versenken und wie ein Ball sich von Gott nach Belieben herumrütteln und werfen zu lassen." 

Der Apostel Warschaus und Wiens

Gerade heute braucht unsere Kirche Menschen wie Clemens Maria Hofbauer! Die Kirche unserer Tage muss wieder viel mehr bei den Menschen ankommen, ihre Sorgen und Ängste wahrnehmen und mit ihnen unterwegs sein. Wo immer sich Clemens Maria Hofbauer aufhielt, dort geschah ganz von selbst Seelsorge, Apostolat. 

Noch heute verehren die Städte Warschau und Wien Klemens Maria Hofbauer als einen ihrer Stadtpatrone.  Seine letzte Ruhestätte hat der Heilige in Wien, in der Kirche des Redemptoristenordens „Maria am Gestade“ gefunden. 

Clemens Maria Hofbauer soll in den letzten Jahren seines Lebens in Wien oft das Wort wiederholt haben: „Das Evangelium muss neu gepredigt werden". Das ist ein Auftrag auch an uns: Das Evangelium neu verkünden wie in einem Land, in dem es noch nie gehört worden ist; aber auch in einer neuen Weise, dass die Menschen davon betroffen sind, dass sie erleben können: Ich bin gemeint. 

KV Weinried

Pfarrei Weinried mit zwei Baustellen: 
Kirche und Pfarrhof

Herabstürzende Dachziegel, die Sicherheitsstützen für die Empore und Risse in den Kirchenwänden: Jeder Gottesdienstbesucher kann deutlich erkennen, dass eine Renovierung der Kirche in Weinried dringend notwendig ist. Eine Bauwerksprüfung aus dem Jahr 2023 hat ergeben, dass auch der Pfarrhof einer statischen Sanierung bedarf. Nach ihrer Konstituierung hat die Kirchenverwaltung jetzt die Weichen für die Renovierungsarbeiten gestellt. Zunächst wird die Kirchenrenovierung angepackt, gefolgt von der statischen Instandsetzung des Pfarrhofs. 

  

Es ist höchste Zeit, dass ab Mai dieses Jahres an der St. Laurentius-Kirche in Weinried mit den Renovierungsarbeiten begonnen wird. Die Erneuerung der Dacheindeckung und die Beseitigung von Fäulnisschäden sind dringend notwendig – sowohl im Dachstuhl über dem Kirchenschiff, dem Chorraum als auch im Kirchenturm. Alle maroden Balken müssen ausgetauscht und erneuert werden. Im Altarraum, oberhalb des linken Kirchenfensters, hat eindringendes Wasser den Putz beschädigt, was zu Abplatzungen geführt hat. Darüber hinaus ist in der nördlichen Erweiterung des Langhauses die Feuchtigkeit aus dem Dach bis in die Treppenaufgänge der Empore gelangt, was ebenfalls zu Putzabplatzungen geführt hat.

Die bedeutendste Maßnahme besteht jedoch in der Verstärkung und dem Austausch der beiden Unterzüge der Empore, da diese nicht für die geforderte Verkehrslast ausgelegt sind. Diese statischen Arbeiten könnten indirekt die Kirchenorgel betreffen, die möglicherweise während der Renovierung teilweise abgebaut und gereinigt werden muss. Wettereinwirkungen haben auch das Turmkreuz stark in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus müssen Beschädigungen an den Schallfenstern des Glockenstuhls sowie an den Ziffernblättern und den Kirchenuhren behoben werden. 

 

Ein wichtiger Punkt für die Kirchenrenovierung stellt die Fledermauspopulation im Kirchendach dar. Artenschutz hat bei allen Maßnahmen Priorität. Die gesetzlichen Vorschriften bestimmen den Start der Dachsanierung. Sobald dann die Renovierungsarbeiten beginnen können, wird die Kirche zunächst vollständig eingerüstet. 

 

Der erforderliche Kran könnte zu Verkehrsbehinderungen auf dem Weg zwischen „Beim Küfer“ und der „Dorfstraße“ führen. Die Kirchenverwaltung wird entsprechende Anträge bei der politischen Gemeinde Oberschönegg einreichen und alle Anlieger zeitnah über die geplanten Maßnahmen informieren. Nachdem die Arbeiten am Dachstuhl der Kirche und des Turmes abgeschlossen sind, werden sowohl die Dacheindeckung als auch die Kirchen- und Turmfassade erneuert, sodass alles in neuem Glanz erstrahlt.

 

Um die Kirchendecke mit den Fresken von Franz Martin Kuen (1719–1771), einem bedeutenden Rokoko-Maler Süddeutschlands, vor Erschütterungen zu schützen, wird ein Stützgerüst im Kircheninneren installiert. Die Kirche wird nur für wenige Wochen geschlossen sein.

Der Startschuss für die Ausschreibung der einzelnen Gewerke der Kirchenrenovierung fiel am 11. März während einer gemeinsamen Besprechung der Kirchenverwaltung mit dem Architektenbüro Konstruktionsgruppe Bauen aus Kempten. Sobald der detaillierte Bauzeitenplan festgelegt ist, plant die Kirchenverwaltung eine Informationsveranstaltung für die Pfarrei, um alle Maßnahmen der Öffentlichkeit vorzustellen und offene Fragen zu klären. Auf jeden Fall sollen Gottesdienste wie gewohnt stattfinden und werden bei Bedarf auch im Freien gefeiert. 

Kostenübersicht zur Renovierung 

 

Gerüstarbeiten:  41.258.00 EUR 

Dachdeckerarbeiten: 40.376.90 EUR 

Spenglerarbeiten: 15.392,84 EUR 

Putz- u. Stuckarbeiten: 36.077,05 EUR 

Maler-Lackierarbeiten: 42.948,90 EUR 

Zimmererarbeiten:  87.692,59 EUR 

Techn. Anlagen: 10.250,00 EUR 

Baunebenkosten: 51.700,00 EUR 

Unvorhergesehenes: 10.437,37 EUR 

19% Mehrwertsteuer: 63.865,55 EUR 

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Gesamtbetrag    ~ 400.000,00 EUR 

 

Den beträchtlichen Kosten von 400.000 EUR steht ein Vermögen der Kirchenstiftung von rund 250.000 EUR gegenüber. Die Diözese Augsburg steuert Kirchensteuermittel in Höhe von 228.500 EUR bei. 

 

Zur Unterstützung wurden alle möglichen Zuschussanträge von der Kirchenverwaltung auf den Weg gebracht. Der große Zuschuss der politischen Gemeinde in Höhe von 50.000 EUR hat es erst ermöglicht, die Sanierung von St. Laurentius zu realisieren. Die Kirchenverwaltung bedankt sich herzlich für diese Unterstützung. 

 

Die Pfarrei steht nicht nur vor der Herausforderung, das barocke Gotteshaus zu sanieren, auch der Pfarrhof in Weinried weist Fäulnisschäden im Dachstuhl auf und muss renoviert werden. Zudem ist die vollständige Erneuerung der Dacheindeckung erforderlich. 

 

Der Pfarrhof dient als zentraler Versammlungsort für die Pfarrei Weinried, dem Frauenbund und der Eltern-Kind-Gruppen. Die Wohnung im 1. Stock bleibt auch nach dem Umzug von Pfarrer Brom nach Kirchhaslach zur Unterbringung eines Priesters erhalten. Im Gegensatz zur Kirchenrenovierung können für den Pfarrhof und den Versammlungsraum nur begrenzte Zuschussmittel eingeplant werden; die meisten Kosten müssen daher aus Eigenmitteln finanziert werden. Es ist der einstimmige Beschluss der Kirchenverwaltung, zuallererst die Kirche zu renovieren. Daher richten wir diesen Spendenaufruf an alle, die ein Herz für Weinried haben: 

 

Helfen Sie mit, damit sowohl die Kirche als auch der Pfarrhof im Dorf erhalten bleiben, und unterstützen Sie die Kirchenverwaltung bei dieser wichtigen Aufgabe. Alle gesammelten Spenden fließen zunächst in die Erhaltung unserer Kirche in Weinried. Bitte unterstützen Sie die Kirchenstiftung St. Laurentius! 

 

Auch Barspenden werden gerne von unserem Kirchenpfleger Christian Schäfer entgegengenommen. Selbstverständlich stellt das Pfarrbüro Babenhausen Spendenbescheinigungen aus. Am einfachsten ist es, Ihre Spende direkt auf das Konto der Kirchenverwaltung zu überweisen: 

 

Spendenkonto 

RaiBa Schwaben - Mitte
 Babenhausen
 

IBAN: DE 96 7206 9736 0104 3203 36 

BIC: GENODEF1BLT 

 

Im Namen der Kirchenverwaltung und der Pfarrei sagen wir jetzt schon ein herzliches „Vergelt´s Gott!“ für alles! 

 

St. Laurentius (Kircheninneres)